Wenn der Körper gezielte Unterstützung braucht
Infusionen sind für mich eine besonders interessante Möglichkeit, dem Körper ausgewählte Flüssigkeiten und Wirkstoffe direkt über die Vene zuzuführen. Anders als bei der Einnahme über Tabletten, Kapseln oder Trinklösungen wird dabei der Magen-Darm-Trakt umgangen. Die verabreichten Substanzen gelangen unmittelbar in den Blutkreislauf und stehen dem Organismus entsprechend ihrer Verteilung und Verstoffwechselung zur Verfügung. Gerade bei Menschen, die erschöpft sind, unter bestimmten Mangelzuständen leiden oder bei denen die Aufnahme über den Magen-Darm-Trakt eingeschränkt sein kann, kann eine individuell ausgewählte Infusion eine sinnvolle Therapieoption darstellen.
Dabei gilt für mich: Eine Infusion ist nicht einfach ein Beutel mit Vitaminen. Welche Substanzen eingesetzt werden, in welcher Dosierung und Kombination und ob eine Infusion überhaupt sinnvoll ist, sollte sich nach der persönlichen Situation, bestehenden Erkrankungen, Medikamenten und wo erforderlich, nach entsprechenden Laborbefunden richten.
1. Was ist eine Infusionstherapie und welche Vorteile bietet sie?
Bei einer Infusion werden Flüssigkeit und darin enthaltene Wirkstoffe über einen venösen Zugang direkt in den Blutkreislauf gegeben. Der entscheidende Unterschied zur oralen Einnahme liegt darin, dass die Substanzen nicht zunächst den Magen-Darm-Trakt passieren müssen. Das kann insbesondere dann interessant sein, wenn beispielsweise Verdauungsprobleme oder Resorptionsstörungen bestehen oder wenn bestimmte Wirkstoffe gezielt intravenös eingesetzt werden sollen. Je nach medizinischer beziehungsweise therapeutischer Indikation können Infusionslösungen unter anderem Elektrolyte, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren oder andere dafür geeignete Substanzen enthalten.
Welche Infusion sinnvoll ist, entscheidet sich für mich jedoch nicht nach einem fertigen Standardrezept.
Vor einer Therapie steht deshalb eine ausführliche Anamnese. Bei vielen Fragestellungen gehören außerdem entsprechende Laboruntersuchungen dazu. So kann ich wesentlich gezielter entscheiden, welche Unterstützung sinnvoll sein könnte und welche Substanzen möglicherweise gar nicht benötigt werden. Denn auch bei Vitaminen und Mineralstoffen gilt: Mehr ist nicht automatisch besser.
2. Infusionstherapie bei Erschöpfung, Stress und chronischen Erkrankungen
Die möglichen Einsatzgebiete einer Infusionstherapie sind vielfältig. Entscheidend sind immer die individuelle Situation und eine mögliche medizinische Indikation.
In meiner Praxis begegnen mir beispielsweise Menschen mit ausgeprägter Erschöpfung, Burnout, Fatigue, CFS oder ME/CFS, Menschen nach längeren Erkrankungen oder mit chronischen Beschwerden sowie Patientinnen und Patienten, die sich in besonders belastenden Lebensphasen befinden. Auch ein dauerhaft stressiges Berufsleben kann enorme Anforderungen an Körper und Psyche stellen. Menschen in verantwortungsvollen beruflichen Positionen, Selbstständige und Führungskräfte kommen häufig erst dann zur Ruhe, wenn der Körper bereits deutliche Signale sendet.
Auch im Sport kann eine gezielte Diagnostik der Nährstoffversorgung sinnvoll sein. Hohe körperliche Belastungen können den Bedarf an bestimmten Nährstoffen beeinflussen. Eine Infusion sollte dabei jedoch nicht einfach als allgemeiner „Energie-Booster“ verstanden werden, sondern gezielt und verantwortungsvoll eingesetzt werden.
Weitere mögliche Fragestellungen in meiner Praxis betreffen beispielsweise Migräne, Muskelverspannungen, bestimmte Infekt- und Rekonvaleszenzsituationen, Lebererkrankungen, neurologische Erkrankungen und Polyneuropathien sowie ausgewählte Stoffwechsel- und Nährstoffprobleme. Bei wiederkehrenden Infekten und ein geschwächtes Immunsystem können ebenfalls gezielt unterstützt werden.
3. Infusionen als Begleitung bei besonderen Belastungssituationen
Ein weiterer Bereich ist die begleitende Behandlung von Menschen, deren Organismus durch Erkrankung oder medizinische Therapien besonders gefordert ist.
Das kann beispielsweise nach längerer Erkrankung oder während einer Rekonvaleszenz der Fall sein. Auch bei bestimmten chronischen Erkrankungen können diagnostizierte Nährstoffdefizite eine zusätzliche Belastung darstellen.
Eine besondere Situation ist die Begleitung bei Krebserkrankungen. Hier können Infusionen Bestandteil einer komplementären Begleitung sein, beispielsweise wenn konkrete Mangelzustände bestehen oder bestimmte supportive Maßnahmen medizinisch sinnvoll sind.
Gerade in der Onkologie ist mir die Abstimmung mit der bestehenden Behandlung besonders wichtig. Nicht jede Substanz ist während einer Chemo-, Immun-, Strahlen- oder zielgerichteten Therapie zu jedem Zeitpunkt sinnvoll. Wechselwirkungen und die aktuelle Behandlungssituation müssen berücksichtigt werden. Das Gleiche gilt grundsätzlich für andere Erkrankungen und Medikamente. Deshalb gehören für mich Anamnese, Diagnostik und eine genaue Kenntnis der bestehenden Medikation vor eine Infusion.
Auch bei erhöhtem Homocystein oder anderen auffälligen Stoffwechselwerten geht es zunächst darum, die möglichen Ursachen zu verstehen. Eine Infusion ist dann gegebenenfalls ein Therapiebaustein – nicht die Behandlung eines Laborwertes um seiner selbst willen.
4. Infusionstherapie mit Erfahrung und hochwertigen Präparaten
Infusionstherapie bedeutet für mich auch Verantwortung. Das Legen eines venösen Zugangs, der Umgang mit Infusionslösungen und das Beobachten eines Menschen während einer intravenösen Therapie sind mir seit vielen Jahren vertraut.
Bevor ich als Heilpraktikerin tätig wurde, habe ich als Intensivschwester gearbeitet. Infusionen, venöse Zugänge und die sorgfältige Beobachtung von Patientinnen und Patienten gehörten damit bereits lange vor meiner heutigen Praxistätigkeit zu meinem beruflichen Alltag. Diese Erfahrung nehme ich heute mit in meine Naturheilpraxis. Ich verwende für meine Infusionen qualitativ hochwertige, für die jeweilige Anwendung geeignete Präparate aus der Apotheke. Welche Substanzen miteinander kombiniert werden können, welche Dosierung sinnvoll ist und welche Kontraindikationen berücksichtigt werden müssen, wird individuell geprüft.
Mir ist wichtig, dass Sie während einer Infusion nicht einfach „angeschlossen“ werden. Ich möchte wissen, wie es Ihnen geht, wie Sie auf die Therapie reagieren und ob sich im Verlauf etwas verändert. Gerade bei wiederkehrenden Infusionen kann außerdem überprüft werden, ob die ursprünglich gewählte Zusammensetzung weiterhin sinnvoll ist oder angepasst werden sollte.
5. Welche Infusion passt zu mir?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten – und genau das ist für mich der entscheidende Punkt. Ein Mensch mit ausgeprägter Erschöpfung benötigt möglicherweise etwas anderes als ein sportlich sehr aktiver Mensch. Eine Patientin nach langer Erkrankung hat andere Voraussetzungen als jemand, der aufgrund einer Darmerkrankung bestimmte Nährstoffe schlecht aufnimmt. Und eine begleitende Infusion bei einer schweren chronischen Erkrankung erfordert wiederum eine ganz andere Betrachtung.
Deshalb beginnt eine gute Infusionstherapie für mich nicht mit der Infusionsflasche, sondern mit dem Menschen. Wir besprechen Ihre Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamente, Ernährung und bisherige Diagnostik. Je nach Fragestellung werden relevante Laborwerte bestimmt. Erst anschließend wird entschieden, ob eine Infusion sinnvoll ist und welche Zusammensetzung infrage kommt. Infusionen können dadurch ein sehr individueller Bestandteil eines größeren Therapiekonzeptes werden, gemeinsam mit Ernährung, orthomolekularer Medizin, Darmtherapie, Bewegung und weiteren naturheilkundlichen Maßnahmen.
Möchten Sie mehr über meine Infusionstherapie erfahren?
Hier finden Sie weitere Informationen:
Infusionstherapie – wann und für wen?
Infusionstherapie zur Prävention, bei Sportlern bis Beauty
Mein Ziel ist es, Infusionen nicht nach Schema F einzusetzen, sondern genau hinzuschauen: Was benötigt Ihr Körper tatsächlich, was ist sinnvoll – und welche Unterstützung passt zu Ihnen und Ihrer momentanen Lebenssituation?
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