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Multiple Sklerose

Multiple Sklerose

1. Was ist Multiple Sklerose und welche Symptome können auftreten?

Multiple Sklerose wird häufig als die „Krankheit mit den vielen Gesichtern“ bezeichnet. Der Grund dafür liegt darin, dass grundsätzlich unterschiedliche Bereiche des zentralen Nervensystems von Entzündungsherden betroffen sein können.

Zu den möglichen Beschwerden gehören beispielsweise Sehstörungen, Gefühlsstörungen und Kribbeln, Taubheitsgefühle, Muskelschwäche, Veränderungen der Muskelspannung, Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen sowie Einschränkungen der Beweglichkeit. Auch Schwindel, Schmerzen, Blasen- und Darmfunktionsstörungen, Konzentrationsprobleme und Veränderungen der Sexualfunktion können auftreten. Ein besonders belastendes Symptom ist bei vielen Betroffenen die sogenannte Fatigue – eine ausgeprägte körperliche und geistige Erschöpfung, die weit über eine normale Müdigkeit hinausgehen kann. Nicht jeder Mensch mit MS entwickelt all diese Beschwerden. Symptome können auftreten, wieder verschwinden oder sich verändern. Gerade diese sehr unterschiedlichen Verläufe machen eine individuelle Betreuung so wichtig.

Auch die psychische Belastung sollte nicht unterschätzt werden. Die Diagnose einer chronischen Erkrankung, die Unsicherheit über ihren weiteren Verlauf und körperliche Veränderungen können Ängste, Stress und Sorgen hervorrufen. Deshalb gehören für mich Körper und Seele bei der Begleitung immer zusammen.


2. Wie wird Multiple Sklerose diagnostiziert?

Es gibt nicht den einen einzelnen Blutwert, mit dem sich Multiple Sklerose eindeutig nachweisen lässt. Die Diagnose gehört deshalb in neurologische Hände und setzt sich aus verschiedenen Untersuchungen zusammen. Von zentraler Bedeutung sind die neurologische Untersuchung und die Magnetresonanztomografie (MRT) von Gehirn und gegebenenfalls Rückenmark. Dabei wird unter anderem nach für MS typischen entzündlichen Veränderungen gesucht. Zusätzlich kann eine Untersuchung des Nervenwassers – des sogenannten Liquors – erfolgen. Hier können beispielsweise bestimmte immunologische Veränderungen wie oligoklonale Banden nachgewiesen werden. Je nach Situation können weitere neurologische Untersuchungen hinzukommen. Gleichzeitig müssen andere Erkrankungen ausgeschlossen werden, die ähnliche Beschwerden verursachen können.

Nach gestellter Diagnose ist die Verlaufskontrolle besonders wichtig. Dazu gehören neben dem persönlichen Befinden und der neurologischen Untersuchung insbesondere bildgebende Kontrollen und abhängig von der jeweiligen medikamentösen Therapie entsprechende Laboruntersuchungen.

Auch Immunstatus und Entzündungsgeschehen können ergänzend interessant sein

In meiner Praxis interessiert mich darüber hinaus, wie der Organismus insgesamt aufgestellt ist. Je nach individueller Situation können deshalb ergänzend Immunparameter, Entzündungsmarker sowie Stoffwechsel- und Nährstoffparameter betrachtet werden. Auch Hinweise auf „stille“ Entzündungsprozesse können Teil einer solchen ganzheitlichen Betrachtung sein. Ebenso wie die Kontrolle des EBV- Virus, der nicht selten eine Ursache sein kann, wenn MS bzw. Schüben auftreten.

Gerade bei einer bestehenden medikamentösen MS-Therapie ist außerdem wichtig, mögliche Nebenwirkungen und die dafür vorgesehenen ärztlichen Kontrollparameter regelmäßig im Blick zu behalten.


3. Wie wird Multiple Sklerose schulmedizinisch behandelt?

Die Behandlung der MS hat sich in den vergangenen Jahren erheblich weiterentwickelt. Heute stehen verschiedene verlaufsmodifizierende Medikamente zur Verfügung, deren Ziel es ist, Krankheitsaktivität und Schübe zu reduzieren und das Fortschreiten der Erkrankung möglichst zu begrenzen.

Daneben spielt die Behandlung einzelner Beschwerden eine große Rolle. Physiotherapie, Ergotherapie, Bewegungstherapie und – abhängig von den Symptomen – weitere rehabilitative Verfahren können dazu beitragen, Beweglichkeit, Kraft, Koordination und Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten.

Für mich ist dabei wichtig: Naturheilkunde und Schulmedizin müssen keine Gegensätze sein. Eine naturheilkundliche Begleitung kann eine neurologische MS-Therapie sinnvoll ergänzen. Sie sollte jedoch eine notwendige verlaufsmodifizierende Behandlung oder die neurologische Betreuung nicht ersetzen.


4. Was kann Naturheilkunde bei Multipler Sklerose unterstützen?

Am Anfang steht deshalb eine ausführliche Anamnese und – wenn sinnvoll – eine gezielte Labordiagnostik.

Entzündung, Immunsystem und Nährstoffversorgung

Je nach Ausgangssituation können Mikronährstoffe und Stoffwechselparameter untersucht werden. Dazu können beispielsweise Vitamin D, bestimmte B-Vitamine, Zink, Selen, Magnesium oder der Eisenstatus gehören. Auch Omega-3-Fettsäuren können im Rahmen der Ernährung und Nährstoffversorgung eine Rolle spielen. Festgestellte Mängel können anschließend gezielt ausgeglichen werden. Pflanzenstoffe wie Kurkuma oder Weihrauch werden in der Naturheilkunde ebenfalls eingesetzt. Ergänzend kommen in meiner Praxis – abhängig von der individuellen Situation – Mikroimmuntherapie und Homöopathie zum Einsatz.

Darm und Stoffwechsel

Auch der Darm kann Teil der Betrachtung sein. Insbesondere bei bestehenden Verdauungsbeschwerden kann eine weiterführende Darmdiagnostik und Darmtherapie sinnvoll sein. Dabei geht es nicht darum, die Ursache der MS pauschal „im Darm“ zu suchen. Vielmehr können Darmbeschwerden, Ernährung, Mikrobiom und Nährstoffaufnahme zusätzliche Faktoren sein, die für das allgemeine Wohlbefinden und die Versorgung des Organismus relevant sind. Je nach Befund können Pflanzenheilkunde, Bitterstoffe und weitere individuell ausgewählte Maßnahmen eingesetzt werden.

Zellstoffwechsel und Energie

Gerade bei ausgeprägter Erschöpfung und Fatigue kann es sinnvoll sein, auch den Energie- und Mikronährstoffstoffwechsel näher anzuschauen. Je nach Befund können beispielsweise Q10, B-Vitamine oder Alpha-Liponsäure Bestandteil eines individuellen Konzeptes sein. Möglichkeiten bieten hier die Orthomolekulare Medizin und – bei entsprechender Indikation – individuell abgestimmte Infusionstherapien.

Frequenztherapie als ergänzender Praxisbaustein

Auch die Frequenztherapie setze ich in meiner Praxis bei entsprechenden Patienten ergänzend ein. In meiner praktischen Arbeit habe ich dabei bei einzelnen MS-Patientinnen und -Patienten positive Veränderungen erlebt, insbesondere hinsichtlich des subjektiven Stabilitätsgefühls und der Beweglichkeit. Für mich ist Frequenztherapie ein wichtiger ergänzender Baustein innerhalb eines umfassenderen Behandlungskonzeptes.


5. Individuell begleiten – Ressourcen stärken und Lebensqualität erhalten

Multiple Sklerose bedeutet nicht, dass sich das gesamte Leben nur noch um die Erkrankung drehen muss. Neben Diagnostik und Therapie spielen Bewegung, Ernährung, Schlaf, Stressregulation und psychische Stabilität eine wichtige Rolle.

Eine individuell angepasste Ernährungstherapie kann dazu beitragen, den Organismus gut mit Nährstoffen zu versorgen und ein gesundes Körpergewicht zu unterstützen. Ebenso wichtig ist Bewegung. Abhängig von den vorhandenen Einschränkungen können Spaziergänge, Schwimmen, Fahrradfahren, Kraft- und Koordinationsübungen oder physiotherapeutisch begleitete Bewegung helfen, vorhandene Fähigkeiten zu nutzen und möglichst lange zu erhalten. Und schließlich darf die Seele nicht vergessen werden. Eine chronische Erkrankung kann Ängste, Wut, Trauer und Unsicherheit auslösen. Begleitende Gespräche, Entspannungsverfahren und Stressregulation können deshalb ebenso Bestandteil einer ganzheitlichen Begleitung sein.

Meine möglichen Therapiebausteine

Je nach individueller Situation können unter anderem Ernährungstherapie, Orthomolekulare Medizin, Infusionstherapie, Darmdiagnostik und Darmtherapie, Mikroimmuntherapie, Pflanzenheilkunde, Bewegung und Körperarbeit, Stressregulation sowie Frequenztherapie miteinander kombiniert werden. Eine wichtige Grundlage bildet dabei die individuelle Labordiagnostik. Denn bevor behandelt oder substituiert wird, möchte ich wissen: Was ist tatsächlich vorhanden? Wo besteht ein Mangel? Welche Belastungen zeigen sich? Und was benötigt dieser Mensch wirklich?

Mein Ziel

Mein Ziel ist nicht, Ihnen ein allgemeines „MS-Programm“ überzustülpen. Ich möchte gemeinsam mit Ihnen herausfinden, welche Unterstützung für Ihren Körper und Ihre Lebenssituation sinnvoll sein kann, welche Ressourcen wir stärken können und wie sich Lebensqualität möglichst gut erhalten lässt.In meiner Praxis steht deshalb nicht die Diagnose allein im Mittelpunkt, sondern der Mensch mit seiner ganz persönlichen Geschichte, seinen Beschwerden, seinen Möglichkeiten und seinen Zielen. Auch mit einer chronischen Erkrankung darf der Blick nach vorne gerichtet bleiben. Es geht darum, Möglichkeiten zu nutzen, Kraft zu erhalten und gemeinsam Wege zu finden, die mehr Stabilität, Vertrauen und Lebensqualität ermöglichen.

Wenn Sie Fragen haben oder ein Erstgespräch wünschen, freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme.